WerkStattSchule und Schulhandwerker

Unsere Erfahrungen mit jungen Menschen auf der Straße zeigen, dass in vielen Biographien das Herausfallen aus der Schule ein entscheidender Schritt Richtung Straße ist. Aus dieser Erkenntnis entstand vor über zehn Jahren das arbeitspädagogische Projekt „WerkStattSchule“ in Kooperation mit der Freiburger Albert-Schweizer-Schule lll in Landwasser.

Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 10-14 Jahren, die sich bereits von der Schule weg orientieren oder von Schulausschlüssen bedroht sind. Ziel unserer Arbeit ist es, die Schülerinnen und Schüler wieder aktiv in die Schule zu integrieren und ein Herausfallen zu verhindern.

Inzwischen hat sich das Projekt erweitert und findet auch an der Reinhold-Schneider-Schule in Littenweiler statt. Am „Schulhandwerker“-Projekt können bereits 3.Klässler teilnehmen.

An beiden Schulen geht es um „die nützliche Erfahrung, nützlich zu sein“ (Hartmut von Hentig). Die Kinder und Jugendlichen sollen ihre Schule als einen Lebensort entdecken, den sie gemeinsam aktiv mitgestalten können. Durch die handwerkliche Arbeit werden den Schülerinnen und Schülern statt Defiziten Fähigkeiten aufgezeigt, die ihnen neue Perspektiven ermöglichen.

Lernerfahrungen sollen durch lebensnahe Arbeit erworben werden. Die Entwicklung von Arbeitsprojekten wird dabei in die Verantwortung der Kinder gestellt, während die Erwachsenen sich lediglich als Impulsgeber verstehen. Beispiele für Arbeitsprojekte sind die Mithilfe bei der Weinernte, Holzarbeiten im Wald, der Bau eines Zwergziegenstalls im Freiburger Tiergehege „Mundenhof“, der Bau eines Baumhauses, eines Sandsteinbrunnens oder die Renovierung eines alten Bauwagens.